Das gleichermaßen spektakuläre wie umstrittene monumentale Gebäudeensemble des neuen Bundeskanzleramtes wurde nach dem Entschluss vom 20. Juni 1991, Berlin zur Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschlands zu wählen, von den Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank in der Amtszeit von Kanzler Helmut Kohl (1982–1998) entworfen. Die Gewinner des vorangegangenen Wettbewerbes, entwarfen das "Band des Bundes", dessen Gebäude über die Spree reichen und so Ost und West miteinander verbinden.
Das bebaute Grundstück hat mit dem Hubschrauberlandeplatz und dem Kanzlerpark eine Größe von 73.000 Quadratmetern. Mit einer Gesamtfläche von 12.000 Quadratmetern und einer Höhe von 36 Metern übertrifft das Gebäude die Berliner Traufhöhe von 22 Metern und ist eines der größten Regierungshauptquartiere der Welt. Es ist achtmal so groß wie das Weiße Haus.
Nach knapp vierjähriger Bauzeit konnte das Gebäude am 2. Mai 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder bezogen werden, wodurch der Regierungsumzug nach Berlin abgeschlossen wurde.
Adresse:
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin-Tiergarten